Bis spät abends wurde angeregt mit Walter Riester (2. v. l.) diskutiert
Das Bürgergeld steht gerade ganz oben auf der politischen Tagesordnung. Für Gemeinderätin Monika Dobler ein guter Grund, wieder zu ihrem „Stammtisch“ einzuladen. Nach und nach treffen am 2. Oktober gut 30 Gäste ein, im Alter zwischen 18 und über 80 Jahren. Ein SPD-Parteibuch haben die wenigsten – im Gegenteil. Sie legt großen Wert auf die Teilnahme von Anhängern anderer Parteien oder Unabhängigen. Ihr Motto: Demokraten sollen sich austauschen. „Besonders freue ich mich, wenn junge Leute dabei sind, die schon mit rechtsextremen Hassvideos in Berührung kamen“.
Gefallen an diesen Treffen bei Leberkäs und Monika Doblers ortsbekanntem Kartoffelsalat hat auch der Wahl-Isnyer Walter Riester gefunden. Auch den früheren Bundesarbeitsminister treibt das Bürgergeld um. Ganz ohne Manuskript, wie einst im Bundestag, führt ins Thema ein. Die aktuelle Debatte findet er „absurd“. Mehreren Millionen kurz- und langfristig Arbeitslosen stünden nur gut 600.000 Angebote gegenüber. Zudem würden auch in der Region gerade in der Industrie weiter Jobs abgebaut. Sein Plädoyer: Investitionen in die Qualifikation der Menschen - nicht nur in Straßen und Schienen. „Bedarf in den Bereichen wie Pflege, Bildung, Kultur gibt es genug“.
An drei Tischen gab es im Anschluss wieder genug Stoff für einen intensiven Gedankenaustausch. Den schätzt inzwischen auch Rosa Hübner, Landtagskandidatin der SPD und ebenfalls Wahl-Isnyerin. Wobei sich ein Thema für die nächsten „Stammtisch“ bei Monika Dobler herauskristallisierte: Die Renten. Walter Riester will wieder dabei sein.