SPD Kißlegg - Bad Wurzach

 

SPD wählt Heike Engelhardt

Veröffentlicht in Wahlkreis

Die Mitglieder der SPD im Wahlkreis 69 haben am Donnerstag, den 11. Juni mit überwältigender Mehrheit (97 %) Heike Engelhardt als Erstkandidatin für die im nächsten Jahr anstehende Landtagswahl gewählt. Felix Rückgauer erhielt mit 94% ebenfalls eine überzeugende Zustimmung für seine Kandidatur als Ersatzkandidat.

Die SPD-Kreisvorsitzenden Felix Rückgauer (Ravensburg) und Dieter Stauber(Bodenseekreis) begrüßten die zahlreichen anwesenden Mitglieder aus den Ortsvereinen der Gemeinden im Wahlkreis.

Heike Engelhardt ist verheiratet und hat zwei erwachsende Töchter. Die studierte Lehrerin arbeitete nach der Ausbildung an verschiedenen Schulen in der Region, wechselte danach als Redakteurin zur Schwäbischen Zeitung und arbeitet inzwischen seit vielen Jahren als Referentin für Unternehmenskommunikation und stellvertretende Beauftragte für Chancengleichheit am Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg. Sie engagiert sich bei verdi im Vorstand des Fachbereiches Gesundheit, bei den Brückenbauern sowie im Förderverein der Kinder- und Jugendpsychiatrie Weissenau und ist Mitglied bei Pro Asyl und dem BUND.

Mitglied in der SPD ist sie seit einem Jahr und zwischenzeitlich Kreisvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) sowie stellvertretende Vorsitzende im Ravensburger Ortsverein. 2009 und 2014 hat sie bereits für den Ravensburger Gemeinderat und Kreistag kandidiert.

In ihrer Vorstellungsrede verwies sie auf die erfolgreiche Arbeit der grün-roten Landesregierung, die mit Elan und gegen Widerstände viele wichtige Themen angepackt hat. Die Erfolge seien sicht- und spürbar, sie gelte es auszubauen, zu stärken und zu sichern.

Mit der Gemeinschaftsschule sind wir auf dem richtigen Weg! Als ehemalige Lehrerin und Mutter habe sie die starren Grenzen des dreigliedrigen Schulsystems erlebt. Deshalb trete sie nachhaltig für Bildungsgerechtigkeit ein, unabhängig vom Geldbeutel oder Bildungsstand der Eltern. Sie betonte die Notwendigkeit einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zum Wohle unserer Kinder.

Wer gute Arbeit leiste, müsse auch einen gerechten Lohn bekommen, von dem er oder sie in der Lage ist, sich selbst und auch eine Familie zu ernähren. Mit dem Mindestlohn seien  wir auf einem guten Weg. Nun gelte es, der drohenden Altersarmut, vor allem von Frauen, entgegenzuwirken und sie angemessen abzusichern. Gute Ausbildung und gute Ausbildungsplätze und vor allen Dingen auch Weiterqualifizierung in den Betrieben nach der Erstausbildung ist notwendig. Sie setze sich für existenzsichernde Arbeit und sozial abgesicherte Arbeitsverhältnisse ein und will die Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse stoppen.

Für viele Familien ebenso wie für kinderlose Paare oder Alleinstehende sei es schwierig, die Anforderungen ihres Berufes und die ihrer Familie zu erfüllen. Und dies, ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben, im schlimmsten Falle gar krank zu werden.
Sie anerkenne die Bemühungen großer Unternehmen, die mittlerweile Arbeitszeitmodelle und Unterstützungsangebote für ihre Beschäftigten anbieten. So können Mütter wie auch Väter ihren Kindern gerecht werden bzw. Frauen oder Männer pflegebedürftige Angehörige betreuen. Und zwar so, dass sie trotzdem beruflich nicht auf dem Abstellgleis landen müssen. Hier gebe es noch einiges zu tun. Nicht zuletzt gelte es, entsprechende wohnortnahe Strukturen zu schaffen. Da ist aber auch die Gesellschaft in ihrer Solidarität gefragt.

Inklusion ist ein Menschenrecht und meint mehr als gleiche Bildungschancen. Inklusion bedeutet Teilhabe an allen Bereichen des täglichen Lebens. Jede und jeder hat das Recht auf barrierefreien Zugang, also die notwendige Unterstützung, die ihr und ihm diese Teilhabe ermöglicht. Es gehe aber auch um Fremde, die entwurzelt, verängstigt, teils schwer traumatisiert bei uns Zuflucht suchen. Sie forderte alle auf, sie demütig in unserer Mitte willkommen zu heißen.

Sie kritisierte, dass im Landtag gerade einmal 18,8 Prozent der Abgeordneten Frauen sind. Und das bei einem Bevölkerungsanteil von 52,2 Prozent. Sie setze auf die Strahlkraft und gestalterische Kompetenz der Frauen. Sie lud die Frauen ein, sich einzubringen und mitzureden.

Baden-Württemberg habe die Chance verdient, mit einer stabilen und gestärkten Regierung die begonnene Arbeit fortzusetzen. Die Region Oberschwaben, der Landkreis Ravensburg und der Bodenseekreis, seien wirtschaftlich stark, touristisch attraktiv und bieten eine Lebensqualität, die ihresgleichen suche. Aber diese Region brauche endlich wieder eine starke sozialdemokratische Stimme in Stuttgart und warb damit auch für die Unterstützung im anstehenden Wahlkampf.

Felix Rückgauer ist verheiratet, hat zwei Kinder im Alter von 14 und 16 Jahren und ist bei der Kreissparkasse Ravensburg als Privatkundenberater beschäftigt. Mitglied der SPD ist er seit 1999, war von 2003 bis 2012 Vorsitzender des Ortsvereins und seit 2012 Kreisvorsitzender.

Auch er verwies in seiner Vorstellung auf die vielen positiven Entwicklungen, die die derzeitige Regierung in Stuttgart vorangebracht habe und will mit dazu beitragen, dass diese in der nächsten Legislaturperiode weitergeführt werden können.

In der anschließenden Diskussion wurde auch auf den dringenden Start der Elektrifizierung der Südbahn hingewiesen. Die Kreisverbände entlang der Trasse von Ulm nach Lindau wurden aufgefordert, dieser Dringlichkeit durch eine gemeinsame Resolution Ausdruck zu verleihen.

 

 

Bildunterschrift: Das jüngste Mitglied Jonas Prescher und Günther Biegert als ältestes anwesendes Mitglied gratulieren Heike Engelhardt zur Wahl und sichern ihre Unterstützung zu.

 

Kurzinfo:

Der Wahlkreis 69 setzt sich aus den Gemeinden Altshausen, Baienfurt, Baindt, Berg, Bodnegg, Boms, Ebenweiler, Ebersbach-Musbach, Eichstegen, Fleischwangen, Fronreute, Grünkraut, Guggenhausen, Horgenzell, Hoßkirch, Königseggwald, Ravensburg, Riedhausen, Schlier, Unterwaldhausen, Waldburg, Weingarten, Wilhelmsdorf und Wolpertswende aus dem Landkreis Ravensburg sowie die Gemeinden Neukirch, Meckenbeuren und Tettnang aus dem Bodenseekreis zusammen.

 

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