SPD Kißlegg - Bad Wurzach

 

Südbahn und S21 – schnell und ökologisch

Veröffentlicht in Allgemein


MdL Wolfgang Drexler in Diskussion mit Vertretern des Kreisvorstandes zu Stuttgart 21 und Ausbau der Südbahn

Die Elektrifizierung der Südbahn und Stuttgart 21 binden die Region Bodensee-Oberschwaben besser und schneller an das nationale und internationale Bahnnetz an und sind alternativlos, so das Fazit der Veranstaltung der SPD Bodenseekreis, Ravensburg und MdL Norbert Zeller in Oberteuringen.

Der Verbandsdirektor des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben, Wilfried Franke erläuterte die Schritte, die wichtig waren und sind, damit die Strecke Lindau – Ulm bald ‚unter Strom‘ stehen kann: Der gesamtwirtschaftliche Nutzen (u. a. max. 1 Stunde Fahrzeit von FN nach Ulm, CO2-Einsparungen, Verlagerung von Güter- und Personenverkehr auf die Schiene, verringerte Unterhaltungskosten) beträgt das 2,2 bis 2,4-fache der Investitionen, so die Aussage einer Studie aus 2006. Der Interessenverband Südbahn aus Gemeinden, Städten, Landkreisen, Regionalverbänden und Handelskammern entlang der Strecke hat in der Region durch die gemeinsame Vorfinanzierung der Planungen dafür gesorgt, dass die Südbahn von der Planung her aus heutiger Sicht pünktlich umgesetzt werden könnte. Dazu würden lediglich die verbindlichen Zusagen von je 70 Mio. Euro durch Bund und Land, sowie eine Bürgschaft für 3,5 Mio. Euro an Planungskosten fehlen. Dann könne die Elektrifizierung zwischen 2012 und 2015 umgesetzt werden.

Ab 2019 könnten die Reisenden dann von Ulm aus in 28 Minuten statt bisher 56 Minuten nach Stuttgart umstiegslos weiterfahren, wenn das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm bis dahin fertig ist, erläutert der, Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart – Ulm und Vizepräsident des Landtags von Baden-Württemberg Wolfgang Drexler. Reisezeitverkürzungen im ganzen Land (z. B. Stuttgart – Tübingen in 28, statt bis zu 60 Minuten, nach Heilbronn in 48 statt bisher 86 Minuten) oder bundesweit (z. B. Ulm – Frankfurt 107 statt 137 Minuten) sind ein Ziel dieses Projekts. Im Schienenpersonennahverkehr können zudem landesweit verstärkt die Stunden- durch Halbstundentakte abgelöst werden, wenn der Bahnknoten in Stuttgart leistungsfähiger wird.

Mit dem derzeitigen Kopfbahnhof kann man diese Leistungssteigerung jedoch nicht erreichen. Aus Platzgründen kann man die derzeit fünf Zubringergleise nicht auf sieben ausbauen. Außerdem blockieren sich die einfahrenden Züge, weil sich die Fahrwege vor dem Kopfbahnhof häufig überkreuzen. Nur durch eine Neuordnung der Gleiszuführung lässt sich somit die Kapazität des Bahnhofs in Stuttgart erhöhen. Nach Prognosen der Universität Stuttgart werden mit dem Gesamtprojekt 18 Mio. Personenfahrten von der Straße auf die Schiene verlagert, was einer jährlichen CO2-Einsparung von 70 000 t entspricht.

Dass solche Neuordnungen von Schienenverkehren in einem Ballungsraum wie Stuttgart teuer werden, zumal die Anforderungen an den Lärmschutz und die Flächenverhältnisse kompliziert sind, versteht sich von selbst. Den Kosten von 4,08 Mrd. Euro für Stuttgart 21 und 2 Mrd. Euro für die schnelle Trasse von Ulm nach Wendlingen stehen neben den Verbesserungen bei Fahrzeiten und Kapazität viele positive Stadtentwicklungsmöglichkeiten gegenüber, die es bei einem Erhalt des Kopfbahnhofs nicht gäbe: Der Schlossgarten und der Rosensteinpark werden um 20 Ha größer und damit grüner als bisher. Weitere 80 Ha werden für den Neubau von Wohn- und Stadtquartieren frei, die nach Absicht der Stadt Stuttgart nachhaltig und ökologisch gebaut werden sollen.

Würde man den Kopfbahnhof erhalten, wären neue ebenerdige Gleise und Brücken notwendig, die näher an die umgebende Bebauung rücken. Eine zusätzliche Verlärmung und ein hoher Flächenverbrauch wären die Folge. Und viel billiger würden diese Bauten auch nicht.
Viele gute Gründe sprechen als für das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm. Deswegen haben alle verantwortlichen Gremien im Land und der Region Stuttgart die politische Entscheidung für Stuttgart 21 gefällt und die zur Umsetzung notwendigen Verträge unterschrieben.
Persönliches Fazit einer Besucherin: „Ich verstehe gar nicht, wieso die GRÜNEN gegen dieses ökologische Zukunftsprojekt sind!“

 

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