SPD Kisslegg - Bad Wurzach

Warminski- Leitheußer: Mehr Bildungsgerechtigkeit durch Bildungsplanreform

Veröffentlicht am 04.12.2012 in Landespolitik

Kultusministerin Gabriele Warminski- Leitheußer: "Die Bildungsplan- Fachkommissionen werden ein Gesamtwerk erarbeiten, auf dessen Grundlage jede Schulart einen eigenen Bildungsplan erhalten wird"

Mit der Bildungsplanreform schafft das Kultusministerium durch eine größere Durchlässigkeit ein gerechteres Bildungssystem. "Schülerinnen und Schüler aller Leistungsstärken sollen ein optimales Bildungsangebot erhalten, um den bestmöglichen Schulabschluss zu erreichen", betonte Kultusministerin Gabriele Warminski- Leitheußer am Montag in Stuttgart. Ein zentrales Ziel der Reform ist, das individuelle und kooperative Lernen an allen Schularten zu stärken. Der neue Bildungsplan soll allen Niveaustufen in den Schulen gerecht werden. "Inhalte und Kompetenzen, die allen Schularten gemeinsam sind, sollen künftig möglichst in der gleichen Jahrgangsstufe gelernt und erworben werden - auf dem Niveau, das den individuellen Voraussetzungen der Schülerin oder des Schülers entspricht", erklärte Warminski- Leitheußer.

"Die Bildungsplan- Fachkommissionen werden ein Gesamtwerk erarbeiten, auf dessen Grundlage jede Schulart einen eigenen Bildungsplan erhalten wird", erklärte Warminski- Leitheußer. Dieses Gesamtwerk umfasst die Sekundarstufe I, also die Klassen 5 bis 10 und enthält eine differenzierte Beschreibung von Niveaustufen. Den Fachkommissionen gehören Vertreter aller Lehrämter an.

Der neue Bildungsplan bildet die Besonderheiten der einzelnen Schularten ab. Eine gemeinsame Grundlage wird durch Vertiefungen und Erweiterungen für jede Schulart sowie schulartspezifische Profilfächer wie etwa Hauswirtschaft ergänzt. Das allgemein bildende Gymnasium behält durch Fächer wie Latein oder durch Angebote im mathematisch- naturwissenschaftlichen und sprachlichen Bereich ebenso ein klares Profil wie das berufliche Gymnasium mit seinen Angeboten. "Wir wollen die Leistungsfähigkeit der allgemein bildenden und der beruflichen Gymnasien weiter stärken und die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf das Abitur vorbereiten", erklärte die Kultusministerin. Dies gelte auch für Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschulen, die das Abitur anstrebten. "Wir wünschen uns einen aktiven Austausch zwischen Gymnasien und Gemeinschaftsschulen und werden eine konstruktive Zusammenarbeit nach Kräften unterstützen", betonte Warminski- Leitheußer.

Um jeden Schüler und jede Schülerin bestmöglich auf den jeweils angestrebten Bildungsabschluss vorzubereiten, sind die entsprechenden Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK) zentrale Grundlagen des neuen Bildungsplans. Für das Abitur in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch hat die Kultusministerkonferenz (KMK) erst im Oktober 2012 neue Standards verabschiedet. Diese Standards stellen sicher, dass an den Gymnasien von Beginn an durchgehend bis zum Abitur gymnasiale Anforderungen zugrunde gelegt werden. "Das höhere baden- württembergische Leistungsniveau beim Abitur bleibt erhalten", erklärte die Ministerin. Das Abitur nach diesen Standards soll erstmals 2016 abgelegt werden.

Mit dem neuen Bildungsplan werden auch die Abstimmungen zwischen dem vorschulischen Bereich und der Grundschule sowie zwischen den allgemein bildenden und den beruflichen Schulen verbessert. Das Kultusministerium will damit eine größere Durchlässigkeit des Schulsystems schaffen. Aus Sicht des Ministeriums wird die Durchlässigkeit bisher durch unterschiedliche Inhalte in den Klassenstufen und unterschiedliche Fächerverbünde in den einzelnen Schularten erschwert.

Homepage SPD Kreisverband Ravensburg

WebsoziInfo-News

04.09.2026 17:57 Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026
Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026 Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf ihrer heutigen Klausursitzung folgende Beschlüsse gefasst: Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben Damit Fortschritt bei allen ankommt: gute Arbeit im KI-Zeitalter Beide Beschlusspapiere finden Sie auch hier.

03.09.2026 17:58 Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt
Wir gratulieren Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung zum Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Damit hat das Warten auf die Nachbesetzung von Christiane Schenderlein endlich ein Ende. Als zweifacher Olympiasieger bringt Rauhe umfangreiche eigene Erfahrungen aus dem Spitzensport mit. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Ich gratuliere Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung. Nach dem Wechsel von… Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt weiterlesen

02.09.2026 17:59 Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz
Gute Startchancen für jedes Kind – starke Kitas, starke Familien Jasmina Hostert, familienpolitische Sprecherin: Heute hat das Kabinett den Entwurf für ein KiTa-Startchancen- und -Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen. Das Gesetz soll bundesweite Qualitätsstandards für Kindertagesbetreuung einführen und die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern verbessern. Der Bund will die Länder dafür von 2027 bis 2034 mit rund 9,25 Mrd.… Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz weiterlesen

01.09.2026 18:01 Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln
Der Fund der mit Sprengstoff beladenen Drohne auf dem Leipziger Flughafen beruht auf einer durch Russland gesteuerten Aktion. Es ist wichtig, dass die Bundesregierung darauf entschieden reagiert und den Aggressor konkret benennt. Die nun angekündigten Maßnahmen sind zu begrüßen. Russland muss unmissverständlich klargemacht werden, dass Angriffe auf deutschem Boden nicht folgenlos bleiben. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:… Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln weiterlesen

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de