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Aitracher SPD feiert 50-jähriges Jubiläum

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Einen Geschenkkorb mit Aitracher Honig- und Wachsprodukten überreichte SPD-Ortsvorsitzender Peter Beuter an Festrednerin Herta Däubler-Gmelin. (Foto: Olaf Schulze)

Aus der Schwäbischen Zeitung vom 01.12.2014 von Olaf Schulze

Unter anderem sind Herta Däubler-Gmelin und Martin Gerster zu Gast

Aitrach/sz Sein 50-jähriges Jubiläum hat der SPD-Ortsverein am vergangenen Wochenende gefeiert. Der Einladung zur Feier folgten Parteifreunde, an der Spitze die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin, die die Festrede hielt, der Bundestagsabgeordnete Martin Gerster, der dem Neumitglied Iris Trkulja ein Parteibuch überreichte, sowie württembergische Kreis- und Ortsvorsitzende, die mit Grußworten und originellen Geschenken überraschten.

Zu den Gratulanten gehörten auch Genossen aus dem bayerischen Memmingen und umliegender Ortschaften. Parteiübergreifend nahm auch eine große Anzahl von einheimischer und umgebender Bevölkerung, darunter Aitrachs Bürgermeister Thomas Kellenberger (CDU) mit Gemeinderäten sowie Vereinsvorstände an der Veranstaltung im Gasthaus „Rössle„ teil.

Dieser historische Ort, so der Ortsvorsitzende Peter Beuter, war bereits im Jahr 1894 Schauplatz einer Zusammenkunft von Sozialdemokraten von Leutkirch und Memmingen, laut einem damaligen Zeitungsbericht vom „Allgäuer Volksfreund“. Beuter spannte einen historischen Bogen, der 151 Jahre sozialdemokratische Parteigeschichte umfasste, bei der häufig unter Einsatz des Lebens Demokratie erkämpft wurde, und in der Gemeinde Aitrach mit der Gründung eines Ortsvereins im Jahr 1964 begann, zu dessen Mitbegründern der heute 94-jährige Hans Lachenmaier gehörte.

Däubler-Gmelin spricht über Rolle der Sozialdemokratie

„1964 war eine schwere Zeit für die SPD, das waren damals mutige Männer, die aus der Arbeiterschaft kamen, und sich in einer konservativ geprägten Region durchsetzen mussten“, so der Vorsitzende. Mittlerweile sei man akzeptiert in der Öffentlichkeit, dies spiegele sich auch in einer dreiköpfigen Zugehörigkeit im Gemeinderat wider. Darauf dürfe man sich jedoch nicht ausruhen, vielmehr gelte es sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen, und dies, mit steigenden Mitgliederzahlen, die aktuell bei fünfzehn lägen.

Die Sozialdemokratie im Spiegel der Zeit und ihre Rolle in Oberschwaben und im Allgäu thematisierte Däubler-Gmelin in ihrer Festrede. Ihre Parteikarriere begann als Studentin in den 60er Jahren in Berlin. Damals hatte es ihr die Ostpolitik von Willy Brandt mit seiner Vision von Europa angetan und sie erkannte: „Wenn man sich nicht selber einbringt, dann ändert sich nichts.“ Gelegentlich den Bürgermeister zu beschimpfen, reiche nicht. Für sie gehe die Geschichte der Sozialdemokratie zurück in die Franzosische Revolution (1789) mit der Idee zu Menschenrechten, die aus der Arbeiterbewegung entstand. Die Industrialisierung zur Mitte des 19. Jahrhunderts bescherte den Arbeitern vielfach Elend und Hoffnungslosigkeit, auch in unserer Gegend herrschte bittere Armut in unzumutbaren Verhältnissen. Die Ziele der Sozialdemokratie verfolgten und entwickelten Möglichkeiten zur Bildung, dem Wahlrecht sowie Gründungen von Vereinen und Gewerkschaften. Dazu brauchte man in unserer Gegend eine Menge Mut, allerdings habe sich mittlerweile vieles geändert, „da kommt sogar ein CDU-Bürgermeister zum Jubiläum der SPD“, lobte die ehemalige Ministerin. Es habe sich vieles zum Guten entwickelt, „wir haben eine Menge erreicht“. Man profitiere vom gemeinsamen Markt, allerdings sei es nicht ausreichend von Europa aus nur viele Gesetze zu verändern, und dabei kommunale und öffentliche Verantwortung zu beschneiden, vielmehr müsse man die Interessen der „Kleinen“ im Auge behalten, was oftmals nicht mit der „Marktkonformen Demokratie“ einhergehe,welche die wirtschaftlichen Interessen der Märkte in den Mittelpunkt stellte.

Zuvor bescheinigte MdB Gerster in Versform dem Ortsverein „geile und sensationelle Arbeit“ in Aitrach, Bürgermeister Kellenberger fand, „nur so funktioniert Demokratie, nämlich mit Sachverstand und Herz“. Die Kreis- und Ortsvorsitzenden Felix Rückgauer (Ravensburg) und Otto Ziegler (Isny) lobten den Mut für die guten Ideen des Ortsvereines sowie die gelungenen Umsetzungen der Grundwerte der SPD.

 

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